Lebenskunst / Moralistik / Essayistik

Bausteine einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst

Robert Zimmer:
Leben als Versuch und Irrtum
Essays zu einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst,
Hannover 2016

Die Vernunft ist für Karl Popper und die kritischen Rationalisten das wichtigste Werkzeug, das wir zur Weltorientierung besitzen. Als kritische Vernunft gelangt sie mithilfe der Methode von Versuch und Irrtum schrittweise und kontrolliert zu ihren Erkenntnissen.

In acht Essays demonstriert Leben als Versuch und Irrtum, welches Potenzial für eine Philosophie der Lebenskunst in dieser Methode steckt. Das Buch entwickelt die Grundzüge einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst und erweitert den kritischen Rationalismus um ein wichtiges Element.

Pressestimmen

"Nun hat Robert Zimmer einen Essayband veröffentlicht, mit dem er sein schon seit Längerem verfolgtes Unternehmen einer kritisch-rationalen Lebensphilosophie auf die nächsthöhere Stufe hebt … Wenngleich Zimmer sich im Popperland also schon seit langem heimisch fühlt, so hat er doch seine ursprünglichen Prägungen durch Hellenismus, Moralistik und Existenz­philosophie … auch eingebracht … [Nicht nur ist die Einleitung in] …wie immer vorbildlich klarem und verständlichen Stil geschrieben, sondern ihr folgt gleich im ersten Essay … eine Einführung in Poppers Leben und Werk, die sogar demjenigen dem Zugang ermöglicht, der sich zuvor noch überhaupt nicht mit dem kritischen Rationalismus befasst hat…In den weiteren sieben Essays werden die bis hierhin formulierten Grund­gedanken immer wieder aufgegriffen, ausgeführt, konkretisiert und so mit Leben erfüllt. Dabei bleibt Zimmer nicht im Abstrakten, sondern betrachtet – wenn auch unterschiedlich tiefgehend bzw. ausführlich – verschiedene konkrete Aspekte des Lebens und der Lebensführung … Nicht die eine richtige oder beste Theorie, Gesellschaftsform bzw. hier: Lebensform wird ge- oder erfunden, sondern in gezielten, im Idealfall gut durchdachten und begründeten Versuchen findet hier der Einzelne Schritt für Schritt heraus, welche Form von Arbeit, Partnerschaft, Wohnen, Ernährung etc. ihm gemäß oder eben nicht (mehr) gemäß ist. In letzterem Fall kann er die jeweilige "Lebenshypothese" revidieren oder modifizieren. Zimmer wird damit auch dem Prozesscharakter des Lebens gerecht…Die Konsequenz: "An die Stelle einer vorgegebenen und ange­priesenen Lebensform tritt nun eine ‚Lebensmethode', die jedem Einzelnen wie ein Kompass in die Händegegeben werden und mit dessen Hilfe jeder in seine eigene Richtung marschieren kann". Wer nicht einfach weltanschauliche Vorentscheidungen akzeptieren will … muss also seine Lebensziele bzw. Glücks­vorstellungen individuell bestimmen. [So bleibt die Hoffnung] … Robert Zimmer möge auf seinem lebenskunstphilosophischen Weg noch möglichst lange weitergehen, dabei möglichst weit kommen und: seine Leser daran möglichst großen Anteil haben lassen.

Dr. Frank Schulze, Aufklärung und Kritik 1/2017


Robert Zimmer:
Nomadische Existenz
Warum in einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst das Konzept eines "offenen Lebens" im Mittelpunkt steht.
In: Aufklärung und Kritik 2/2015, S. 17-31.
auch in: R. Zimmer, Leben als Versuch und Irrtum, s.o.


Robert Zimmer:
Karl R. Popper und der kritisch-rationale way of life.
In: G. Gödde / J. Zirfas (Hg.), Lebenskunst im 20. Jahrhundert. Stimmen von Philosophen, Künstlern und Therapeuten, Paderborn 2014, S. 171-184.
auch in: R. Zimmer, Leben als Versuch und Irrtum, s.o.


Robert Zimmer:
Was heißt "einstimmig leben"?
In: Aufklärung und Kritik, Sonderheft 14/2008, Hrsg. R. Zimmer,
S. 220- 227.
auch in: R. Zimmer, Leben als Versuch und Irrtum, s.o.


Robert Zimmer:
Das Erbe des Theophrast. Moralistische Charakterzeichnung und ihre Bedeutung für eine Philosophie der Lebenskunst. In: Aufklärung und Kritik, Sonderheft 14/2008, Hrsg. R. Zimmer, S. 96-108.


Robert Zimmer:
Leben als Versuch und Irrtum. Skizze einer kritisch-rationalen Philosophie der Lebenskunst.
In: Aufklärung und Kritik, 2/2005, S. 80-92.
auch in: R. Zimmer, Leben als Versuch und Irrtum, s.o.


Robert Zimmer:
Über die allmähliche Verfertigung der Biographien beim Leben.
In: Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik,
Heft 27, 26. Jg., 2005, S. 118-141.
auch in: R. Zimmer, Leben als Versuch und Irrtum, s.o.

Leben als Versuch und Irrtum, Robert Zimmer




Aufklärung und Kritik

Moralistik


"Das Unternehmen, ...Entstehung, Charakter und Leistung der Moralisten in vollem Umfang darzustellen...erforderte ein Buch"
Hugo Friedrich, Montaigne, 1949

Der Versuch, in knapper und übersichtlicher Form die Tradition der Moralistik im geistesgeschichtlichen Zusammenhang und als Teil der Philosophie darzustellen:

Robert Zimmer:
Die europäischen Moralisten zur Einführung
(Junius 1999)


Robert Zimmer:
Kartograph der Urbanität. Über Jean de La Bruyère.
In : www.aphorismus.net/beitrag21.html


Robert Zimmer:
Schopenhauers zweites Hauptwerk. Die Parerga und Paralipomena und ihre Wurzeln in der Aufklärungsessayistik und Moralistik,
in: Schopenhauer-Jahrbuch, Bd. 94, 2013, S. 143-155.


Robert Zimmer:
Philosophie der Lebenskunst aus dem Geist der Moralistik.
Zu Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit
,
in: Schopenhauer-Jahrbuch, Bd. 90, S. 45-64.


Robert Zimmer:
Das Meisterwerk der deutschen Moralistik. Über Arthur Schopenhauers Aphorismen zur Lebensweisheit,
in: www.aphorismus.net/beitrag23.html, 2007


Robert Zimmer:
Nietzsche und die Tradition der Moralistik,
in: G.Gödde / N.Loukidelis / J.Zirfas (Hrsg),
Nietzsche und die Lebenskunst, Stuttgart 2016, S. 156-164.




Europäische Moralisten
zur Zeit vergriffen 

Europäische Moralisten - polnische Übersetzung
Die polnische Ausgabe der 
"Europäischen Moralisten" 



Essayistik

Seit Jahrzehnten die erste Auswahl Charles-Augustin Sainte-Beuves, Frankreichs bedeutendstem Literaturkritiker des 19. Jahrhunderts. Sechs Essays aus den berühmten "Causeries du lundi", neu übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Robert Zimmer.

Sainte-Beuve:
Causerien am Montag. Aufklärung aus dem Geist der Salons
(Verlag Das Arsenal 2013)

Pressestimmen

Der vielleicht größte Kritiker, den die Literaturgeschichte kennt ... Jetzt sind im Berliner Verlag Das Arsenal, heraus­gegeben und übersetzt von Robert Zimmer, sechs Feuilletons von Sainte-Beuve mit dem Titel "Causerien am Montag: Aufklärung aus dem Geist der Salons" erschienen. Die einzelnen Stücke sind gut gewählt, flüssig übersetzt und werden vom Herausgeber mit Schwerpunktsetzungen kommentiert, die man nicht teilen muss, aber akzeptieren kann. Der Enthu­siasmus, mit dem Sainte-Beuve das Metier des Kritikers betrieb, hat in sympathischer Weise auf seinen Herausgeber abgefärbt ... Auf 179 Seiten – sorgfältig und elegant "wie alle Veröffentlichungen des Verlags Das Arsenal ... in der soge­nannten alten Orthographie gesetzt" – lernen wir einen Ausschnitt aus dem Werk Sainte-Beuves kennen ... Das Werk von Sainte-Beuve ist an Einsichten in die Produktion und Rezeption von Literatur reich – und bereitet bis heute ein großes Lese­vergnügen. Diesen Eindruck zu vermitteln ist das Verdienst des Buches von Robert Zimmer.

Wolf Lepenies in: DIE WELT


Sainte-Beuve, Diderot. Übersetzt von Robert Zimmer.
In: Aufklärung und Kritik, Schwerpunkt Diderot; Bd. 4/2013, S. 278-298.


Für eine Zivilisation der schönen Formen – Eine provokante Verteidigung des Luxus

Robert Zimmer:
Luxus und Zivilisation. Eine Polemik wider den asketischen Furor,
in: der blaue reiter. Journal für Philosophie, Bd. 36, 2015, S. 35 – 39.

Auch in: manager-magazin, 23.04.2015


Robert Zimmer:
Das Gute als Lebensform. Die antike Ethik und ihre Fortführung in der neuzeitlichen Moralistik,
in: der blaue reiter. Journal für Philosophie, Bd. 37, 2015, S. 4-11.


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